Dororo 08

Dororo 08
Sarus Geschichte

Viel Spaß wünscht euch
euer TomoNi-Team.

6 Kommentare zu Dororo 08

  1. Vielen Dank das du dir die Zeit für eine solche ausführliche Antwort genommen hast und ebenfalls vielen Dank für die 2 neuen Folgen die heute released worden sind!

    Den ungeduldigen Konsumenten hatte ich nicht auf dem Schirm, ich habe ein Real Life und kann daher sehr gut leben auf eine Folge in guter Qualität zu warten, daher kann ich es auch schwer nachvollziehen, wieso einige dies nicht können (außer die Personen sitzen nicht nur den ganzen Tag zu Hause rum, sondern auch dem Staat auf der Kasse)….

    Deine Argumente kann ich leider nicht entkräften, wenngleich sie mich auf eine interessante Idee gebracht haben, die ich jetzt einfach mal öffentlich mache:
    Aus Sicht der Originalpublisher wäre es doch viel rentabler, Subber direkt einzustellen, die genügend Zeit haben, eine Folge in guter Qualität zu übersetzen (was dann ja vor Release geschieht) und ihre Arbeit direkt online zu vermarkten, anstatt Lizenzen zu verkaufen (da ich annehme, dass der Kauf der meisten Lizenzen sich lohnt, müsste demnach ein Direktvertrieb aus Japan in die einzelnen relevanten Länder USA/England, Frankreich, Deutschland erheblich profitabler sein).

    Wie dem auch sei, bitte bleibt am Ball, lasst euch nicht unterkriegen, ihr macht hervorragende Arbeit und da ihr das viel zu selten hört, musste das mal gesagt sein!
    Ich hoffe euch gibt es noch ne Weile!

    • Immer gern. 🙂

      Ja, im Normalfall sollte es eigentlich nicht stören, wenn man eine Folge nicht sofort sehen kann. Aber scheinbar stört es mehr Leute, als man denkt.

      Du wirst lachen, aber ein nicht gerade geringer Teil der ehemaligen Fansubber arbeitet für Publisher. Crunchyroll Germany besteht, soweit ich weiß, sogar komplett daraus. Es ist also nicht so, als hätte man nicht selbst schon daran gedacht.
      Ich könnte mir vorstellen, dass sich Direktvermarktung nicht lohnen würde und mit deutlich höheren Kosten verbunden wäre, als wenn man über einen Mittelsmann geht. Die Zusammenarbeit mit den Publishern des jeweiligen Landes vereinfacht das alles ungemein, da die ja ganz genau wissen, welche Standards hierzulande gelten und worauf geachtet werden muss. Ich glaube, es wäre einfach zu umständlich und zu zeitaufwendig, müssten die japanischen Lizenzgeber sich auch noch darüber Gedanken machen.
      Toei beispielsweise vermarktet seine Sachen selbst und nutzt Kaze nur als „Arbeitssklave“. Die machen die Synchro, pressen die BDs und co, aber die Lizenz an sich liegt bei Toei Animation. So etwas wäre noch möglich, aber einen Komplettvertrieb direkt aus Japan halte ich für nicht machbar. Allein schon durch die fehlende Nähe zum Kunden.

      Und noch einmal vielen Dank. Wir geben unser Bestes, nicht auch demnächst in der Versenkung zu verschwinden. Vor haben wir es jedenfalls nicht. 😀

      • Ich meinte das schon so, dass wie bei Toei jegliche Arbeitsschritte in Japan stattfinden (inklusive der Subs durch erfahrene Leute – damit meine ich beispielsweise euch 😀 ), eine Vermarktung in Form von BD oder DVDs aber schon noch klassisch durchgeführt wird, allerdings mit der Ergänzung , dass die deutsche, franz. etc Untertitel bereits in der Lizenz enthalten sind und quasi keine mehr Arbeit bei den landesspezifischen Publishern verursacht. Schließlich könnten die Animationsstudios ihre eigenen Streamingseiten etablieren, bzw. eine einzelne Kooperationsseite, wo alle aktuellen Releases für das ausländische Publikum präsent ist (die Arbeit machen dann entsprechende Subteams, die genau wissen, was das Publikum sehen möchte; für mich wärt ihr bspw. der Maßstab) aber nicht für die Japaner, die haben ja ihren eigenen Markt. Das Abomodell würde erhalten bleiben aber durch die Kooperation, sowie die fehlenden Lizenzkosten für den Verbraucher unterm Strich vmt günstiger ausfallen. Auch die Qualität wäre höher. Gleichzeitig würde dieses Modell die etablierten Streamingseiten töten, da ja keine Lizenzen mehr rausgegeben werden.

        Klar ist das ein Mehraufwand, aber genau dafür würden ja Arbeitsplätze geschaffen werden – ich denke schon, dass sich das unterm Strich für alle lohnt 😉

        • SpitFireXB360 // März 11, 2019 um 16:03 // Antworten

          Darüber können wir endlos diskutieren, was aber im Endeffekt gar nichts bringen wird.

          Fakt ist halt, dass wir nur geduldet werden und wir uns nach den Publishern und Co. zu richten haben.

          Damals mit Bleach, als wir es 2 Folgen vor Schluss abbrechen mussten, gab es auch keinen Kompromiss. Sie haben die Rechte dafür gekauft und fertig, ob sie nun 2 oder 3 Jahre damit nichts gemacht haben spielt dabei keine Rolle.

          Solange unser Stammteam noch Lust hat weiterzumachen und sich die Rechte nicht noch weiter verschärfen, machen wir jedenfalls weiter wie gewohnt, ansonsten müssen wir uns halt ein anderes Hobby suchen. Willige Leute, die das auch wirklich mit Herzblut machen, findet man nicht mehr. Dieses Problem gibt es leider nicht erst seit gestern.

  2. Hallo und ein fettes Danke an das gesamte Subteam für eure Arbeit der letzten Jahre! Ich bin regelmäßiger Besucher eurer Seite, weil mich eure Qualität einfach sehr überzeugt.
    Seit einiger Zeit beschäftigt mich der Einbruch der Fansub Szene sehr, daher interessiert es mich, ob schon einmal über Lösungen nachgedacht wurde – bspw. sind viele Subgruppen die es früher mal gab nicht mehr aktiv (was sehr schade ist) und die großen Überlebenden haben mit Serverkosten und Personalmangel zu kämpfen. Außerdem hat sich die Anzahl gesubbter Animes durch Simulcast etc start dezimiert. Als Fan mit ein wenig japanisch Kenntnissen, finde ich diese teils sehr schlechten Übersetzungen zum kotzen. Deshalb meine Frage: Gibt es Ansätze die von mir aufgezeigten Probleme zu lösen? Zum Beispiel, wenn es viele Seiten aufgrund von Personalmangel sterben, warum fusionieren nicht Partnerseiten mit dem gleichen Problem miteinander, um die Effizienz der Releases zu erhöhen? Ich erkenne eine gewisse Machtlosigkeit ggü. den Streamingportalen, nur weil diese eine Streaminglizenz haben. Mal ganz ehrlich, ihr und noch ein paar andere macht das viel besser! Gäbe es eine Sicherheit, dass ihr auch in Zukunft existiert und weiterhin so qualitativ arbeitet, schließe ich gern ein Abo bei euch ab!
    Der springende Punkt ist, wir sind alle Verbraucher und wenn die Verbraucher einheitlich der Meinung sind, dass „echten“ Lizenzgebern (z.b. Kaze) geholfen werde sollte, dann kann ein Anime (wie früher vorgesehen) einen profitablen Deutschlandrelease durchlaufen. Simulcast und Streamingseiten zerstören das Konstrukt meiner Meinung nach sehr. Ich finde sowohl Fans als auch Fansubber sollten das nicht auf sich sitzen lassen.
    Wie steht ihr dazu? Habt ihr einen Discordlink? Grundsätzlich hätte ich einige Ideen zu den von mir angerissenen Problemen (Zeit ist wohl mit das größte von allen).

    Greets ein treuer Fan

    • Hallo ~

      Erst einmal vielen Dank für das Lob. Es freut uns wirklich, dass dir unsere Arbeit so gut gefällt. 🙂

      Ja, das Sterben der Fansubszene ist tatsächlich ein Problem, das allerdings unausweichlich ist. Erstens – wie du eben schon angemerkt hast – finden sich immer weniger Leute, die bereit sind, ihre Freizeit für dieses doch recht zeitintensive Hobby zu opfern, bzw. wissen auch viele nicht einmal, dass Fansubs überhaupt existieren. Und zweitens lohnt es sich schlicht und ergreifend auch einfach nicht mehr, da sowieso so gut wie jede interessante Serie lizenziert wird. Wenn nicht direkt für einen Simulcast, dann spätestens ein paar Monate später oder mitten in der Season, während man noch mitten in den Arbeiten steckt, sodass man sie mittendrin abbrechen und die bisher releasten Folgen offline nehmen muss. Das frustriert auch sehr.
      Etwas dagegen tun kann man nicht, schlussendlich sitzen die Lizenznehmer am längeren Hebel. Und wenn wir die Serien einfach weitersubben und die Lizenzen ignorieren, flattert früher oder später eine E-Mail des lizenzhaltenden Publishers in unser Postfach, der uns bittet, die Arbeiten einzustellen und sämtliche fertiggestellte Folgen zu löschen. Kommen wir dem nicht nach, droht die Abschaltung unseres Servers und im schlimmsten Fall eine Anzeige oder noch Schlimmeres. Dass niemand dieses Risiko eingehen will, versteht sich, denke ich, von selbst. Man darf eben nicht vergessen, dass Fansubs illegal sind. Wir bedienen uns an urheberrechtlich geschütztem Material, an dem wir keinerlei Rechte besitzen, und verteilen es ohne Erlaubnis weiter. Wir können froh sein, dass man uns noch so entgegenkommt und uns erst einmal darauf hinweist, statt direkt rechtliche Schritte einzuleiten.

      Mit dem Zusammenschluss ist es auch so eine Sache. Natürlich würde es die Effizienz steigern, allerdings arbeitet jede Gruppe auf ihre eigene Weise und besitzt eigene Grundsätze, wie ein guter Release auszusehen hat, auf welche Schwerpunkte besonderen Wert gelegt wird etc. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es einfach nicht funktioniert (bzw. nur sehr schwer), einen gemeinsamen Nenner zu finden, mit dem alle zufrieden sind. Niemand möchte von den Abläufen und Arbeitsweisen abweichen, die sich für ihn als funktionierend erwiesen haben, nur um sich anderen anzupassen, die womöglich nicht so gut funktionieren. Und mehr Leute bedeutet gleichzeitig auch mehr organisatorischer Aufwand und ein größeres Konfliktpotenzial, was sich ebenfalls negativ auf die Arbeit auswirken kann. Wenn die Gruppen einzeln super funktionieren, wozu soll man all diese unnötigen Risiken dann eingehen?
      Wie heißt es so schön? Never change a running system.

      Simulcasts konnten sich ja nur so sehr durchsetzen, weil die Konsumenten alles sofort und am besten noch vorgestern haben wollen. Die meisten haben einfach keine Lust, ewig auf einen Disc-Release zu warten und für eine Serie, die sie vielleicht nur einmal anschauen, 100+ Euro hinzublättern. Da bieten Simulcasts eben die perfekte Alternative. Der Handel wird ja bekanntlich von Angebot und Nachfrage bestimmt, entsprechend tun die Anbieter nur, was sich für sie rentiert. Würden die Konsumenten sagen „Boah, ne, keinen Bock auf grauenhafte Simulcastübersetzungen“ und die Abozahlen schwinden, würde es vielleicht ganz anders aussehen. Und sind wir mal ehrlich, es ist doch eigentlich eine positive Entwicklung, dass so viele Anime in kaum vorhandener Wartezeit für einen erschwinglichen Preis verfügbar sind.
      Aber selbst vor den Simulcastzeiten haben die Leute am liebsten auf Seiten a la Naruto-Tube und co. geschaut, statt auf einen ordentlichen Fansub zu warten. Warum? Weil die noch am Ausstrahlungstag releast haben. Dass die Qualität mehr als nur grauenhaft war, war denen dabei völlig egal. Von den Klickzahlen, die eine solche Seite erreicht hat, konnten wir als Fansubgruppe nur träumen.
      Du siehst also, nicht der Simulcast an sich ist schuld, sondern der ungeduldige Kunde, der alles immer sofort und ohne Wartezeit haben möchte.
      Würden die Simulcasts einbrechen, würden sie wieder auf die qualitätslosen Streamingseiten wechseln. Hauptsache, sie können ihre Folgen sofort schauen.

      Einen Discordserver haben wir nicht und in unseren Augen besteht auch kein Grund, einen solchen zu eröffnen. Auch hier gilt wieder die Devise „Es lohnt sich einfach nicht. Der würde sowieso einsam vor sich hin sterben.“

      Liebe Grüße
      Ed ~

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